Pressetexte

Jenseits des hochdeutschen Dialekts, in den dunklen Sprachverhauen des südhessischen Rieds, singt ein Trio fröhliche Weisen voller Tiefsinn, Unsinn und behördlich geduldetem Blödsinn. UF -Uhne Ferz- wie zu Großvaters Zeiten – ohne elektronischen Schnick-Schnack, mit Belcanto, Gitarre und Percussion, singt selbstgebastelte und ausgesägte Lieder in den Rhythmen der Welt zu heimischem Idiom vom Liebeslied zum Musikkabarett, volksuntümlich, eigenArtig. Ein Hörvergnügen der eigenen Art.

[ Für die Kultur mit und ohne Quartettmeister ]

UF – TrioFulminante Viernheimiensis

Romy Bauer, mit warmem Alt, sparsam intensiven Gesten und verleugnendem Tremolo, ergänzt und kontrastiert hervorragend den sonoren Bariton Rainer Emese’s, der lebhaft-konzentriert seine gekonnten Gitarrenriffs in den raffiniert sinnlich-kindli­chen UF-Sound webt. Harald Windörfer paukelt sich piffig , dezent bis zärtlich , durch die verschlungenen Jamben. Die UF, die sich UHNE FERZ auf der Bühne tum­meln. Luftig klingt das, melancholisch-sinnig und unbeschwert-wütend bis abgrund­tief heiter, scheinbar oberflächlich brav mit „Hinterfotzigem“ Nachklang. Die Texte besorgt Mike Bauer aus der Duden,- und KulturSommerFreien Zone des heimischen Dialekts ohne sich in die „-tümliche“ oder minder gefährliche Fasnachts-Lyrik zu verirren. Um die Worte herum, mittendurch und dazwischen setzt Rainer Emese Melodien von herzerfrischender Klarhheit, gekonnt umspielt von Rhythmen aller Changres und und Nicht-Changres , Geklontem wie originär Durchlebtem. Alles in allem : Ein urtümlich-nicht-tümliches Erlebnis im nicht gerade “ Eigen – Artig “ verwöhnten Rhein-Neckar-Raum samt Ausläufern.

[ Für das Lokale ]

UF „Uhne Ferz . D A S Abendvergnügen vom Harz bis zum Odenwald, Uhne Ferz ä Leid“

Sie regen sich auf über FriedhofsUnkultur, über Kommunikation mit vielen Mitteln und ohne Inhalt, Sie verlieben sich schon mal „liedlich“ in das eigene Ehegespons, ohne die „Alten Freuden “ zu vergessen. Sie sind heiter ohne doof zu sein. Sie la­chen und lassen lachen, aber nicht auf Kosten Anderer. Ihre Wut über Übles bis Biblis schließt das eigene Unvermögen mit ein. Heiter bis oberflächlich brav kratzt der ürwüchsige kurpfälzer Charme von UF denn doch am Gemüt, ohne Landsmann Kohl und Konsorten parodieren zu müssen. Romy Bauer, Rainer Emese und Harald Windörfer, kein Gespann für teen-liches Abheben, keine Kabarett-Vorschlaghammer-Truppe für Augsteinis, aber Abendunterhaltung mit Stil und Genuß für Kurpfälzer von ebensolchen und für alle anderen Zu-Hörer.